OSD-CAD/CAM-Technologie

Mit OSD-SPIRIT bietet OS Datensysteme ein hervorragendes CAD-Werkzeug, das alle Anforderungen der Branche mit Bravour erfüllt. OSD-SPIRIT-Anwender sind in der Lage, direkt aus der Zeichnung maßhaltige und für die Produktion geeignete Stücklisten automatisch mit den im CAD bzw. im OSD-Branchenprogramm hinterlegten Materialen, zu generieren. Zusammen mit dem Korpusgenerator OSD-Corpus+ entsteht eine bislang nicht bekannte Effizienz in der Arbeitsvorbereitung, ohne dabei die visuelle Kontrolle über das geplante Projekt zu verlieren. Der nächste Schritt ist die Generierung der CNC-Programme aus den vorhandenen CAD-Daten.

Zwei Wege führen zum fertigen CNC-Programm:
1. Individuelle Einzelteilbearbeitung
2. CNC-Programm aus Corpus+

Mit dieser Vorgehensweise geht OS Datensysteme einen vollständig neuen und durchgängigen Weg, um direkt startbare Maschinen-Programme hoch effizient und intuitiv zu erstellen. Ausgangsbasis ist jeweils das CAD-Programm OSD-SPIRIT.


Individuelle Einzelteilbearbeitung mit Makrofunktionen für Vertikal-Bohrer

1. Individuelle Einzelteilbearbeitung
Direkt aus der Stücklistenerfassung im Branchenprogramm wird das CAM-Modul aufgerufen. Die Basisdaten (Material, Länge, Breite, Dicke) des Bauteils werden aus der Stücklisteninformation an das CAD/CAM-Modul übergeben und 3-dimensional angezeigt. Mit Standard-CAD-Funktionalität wird das Bauteil so bearbeitet, dass konstruktive Anforderungen und Kundenwünsche optimal umgesetzt werden. D.h., der Anwender kann sich voll auf das Design konzentrieren, ohne sich um die CNC-spezifischen Anforderungen Gedanken machen zu müssen. So muss der AV-Mitarbeiter nur die Art der Bearbeitung, z.B. Bohren, Fräsen, Nuten, Sägen, Taschen erstellen, grafisch einplanen, ohne an die Werkzeuge zu denken, welche die Aktionen auf der CNC-Maschine ausführen werden. Das ist die Aufgabe des intelligenten OSD-CNC-Generators. Ist die konstruktive CNC-Bearbeitung abgeschlossen, kehrt das System in die Stücklistenbearbeitung zurück. Der Clou an der Vorgehensweise ist die wahre Durchgängigkeit. Das CNC-Programm ist jetzt dauerhaft mit der Stücklistenzeile verbunden und muss nicht nachträglich zugewiesen werden. Beim Ausdruck der Fertigungslisten können die CNC-Programmnamen als Barcodes zum Einscannen am BAZ ausgedruckt werden. Bearbeitung eines Bauteils mit dem falschen Maschinenprogramm oder lange Suchzeiten sind ausgeschlossen. Zur schnelleren Einzelteilbearbeitung wird der Anwender durch spezielle Programmroutinen wie Lochreihen bohren, Nut/Falz, Schloßkasten, Tasche bearbeiten etc. grafisch unterstützt. Zahlreiche Makrofunktionen, die der Anwender selbst definieren kann, bringen weitere Vorteile bei der schnellen Erstellung von CNC-Programmen.

2. CNC-Programm aus Corpus+
Noch schneller zu einem fertigen CNC-Programm kommt der Anwender über den Korpusgenerator OSD-Corpus+. Dort werden nicht nur komplexe Korpusobjekte absolut maßhaltig mit wenig Aufwand erstellt. Bei der Einplanung von Beschlägen aus der Materialdatei kennt das CAD/CAM-System auch alle CNC-Bearbeitungen. Der Materialkatalog, zu dem auch mehrere Tausend Artikel aus dem Würth- und Grass-Produktprogramm gehören, enthält zusätzlich technische Daten, die bereits Fertigungsinformationen zur CNC-Programmierung enthalten. Damit ist der Anwender in der Lage, aus grafischen CAD-Informationen, ohne Umwege fertige, ausführbare Maschinenprogramme zu generieren. Der Fertigungsprozess im handwerklichen Betrieb wird dadurch bestmöglich rationalisiert.


Komfortable Eingabe der technischen Daten in den OSD-Materialkatalog

 


Ein mit OSD-Corpus+ erstellter Schrank


Mit Verbindern, Auszügen und weiteren CNC-Bearbeitungen

Der CNC-Generator
Er ist die Schaltzentrale zur Erstellung der ausführungsfertigen CNC-Programme. Er erkennt aufgrund der Bearbeitungen am Bauteil, mit welchem Werkzeug die Aufgabe zu erledigen ist. Steht das für die Aufgabenstellung optimale Werkzeug nicht zur Verfügung, kennt der CNC-Generator Alternativen. Eine Rückwandnut könnte z.B. sowohl mit einem Sägeblatt, soweit vorhanden, oder alternativ auch mit einem Fräser bearbeitet werden. Ein am Bauteil gezeichneter Zylinder wird als Bohrung erkannt und das passende Werkzeug zugewiesen; Konturen werden als Fräsbearbeitung oder als Taschenfunktion ausgeführt. Durch das in der Stückliste zugewiesene Material wird die erforderliche Fertigungslogik (Bohr- und Fräsgeschwindigkeiten etc.) für die CNC-Maschine festgelegt. Über viele sonst übliche Details wie An-/Abfahrwege, Beachtung von Kantenlogiken usw. muss sich der OSD-Anwender keine Gedanken machen. Die intelligente Software-Kombination erledigt das von selbst. Die Bearbeitungen im CAD/CAM-System sind vollkommen maschinenunabhängig. Der Arbeitsvorbereiter muss bei der Planung noch wissen, auf welcher Maschine die Fertigung erfolgen wird. Dies ist insbesondere bei Betrieben mit mehreren CNC-Maschinen interessant. Auch wenn sie vom gleichen Hersteller sind, so haben sie häufig eine andere Werkzeugbestückung. Die NC-Programme können bei Bedarf kurz vor der eigentlichen Fertigung erzeugt werden. Das Ergebnis ist ein auf verschiedenen Postprozessen startbares Maschinenprogramm. Eine umständliche und aufwendige Ausgabe von DXF-Dateien und zusätzliche Bearbeitung im Postprozessor entfällt. Der OSD- CNC-Generator unterstützt alle gängigen Postprozessoren, wie WoodWOP, IMA-WOP, NC-Hops, Xilog usw.


OSD-CNC-Generator


Ein fertiges CNC-Programm aus OSD wird in WoodWOP angezeigt